CBD-Öl bei chronischem Müdigkeitssyndrom

CBD-Öl bei chronischem Müdigkeitssyndrom

Kann CBD bei chronischem Müdigkeitssyndrom helfen und wenn ja, wie?

  • Das Chronische Erschöpfungssyndrom (CFS) zeichnet sich durch extreme Müdigkeit aus, die sich durch Ruhe und Schlaf nicht bessert sowie durch mehrere andere spezifische Symptome. Das CFS gilt als Langzeiterkrankung, da es sechs Monate oder länger andauern kann. Es handelt sich in der Regel um eine Ausschlussdiagnose, was bedeutet, dass zunächst andere ernsthafte Erkrankungen ausgeschlossen werden müssen.
  • Eine Studie hat gezeigt, dass Patienten mit CFS eine erhöhte Produktion von Zellen aufweisen, die Entzündungen(1) fördern. Inzwischen wird auch oxidativer Stress als möglicher Grund für chronische Müdigkeit in Verbindung gebracht(2).
  • Ergebnisse einer in der Zeitschrift Antioxidantien veröffentlichten Studie haben Forscher zu der Annahme veranlasst, dass Cannabidiol (CBD) Entzündungen im Körper über mehrere Wege hemmen könnte(3). Die Autoren fanden auch heraus, dass CBD oxidativem Stress entgegenwirken könnte, der möglicherweise zu CFS beiträgt.
  • Studien haben weiterhin gezeigt, dass die Interaktion von CBD mit dem Endocannabinoid-System (ECS) und seinen Rezeptoren für viele seiner therapeutischen Eigenschaften verantwortlich ist(4). Cannabidiol soll Entzündungen, Schmerzen und Angstzustände lindern(5) können.
  • Es gibt jedoch noch einen klaren Mangel an Beweisen für die Wirksamkeit von CBD bei der Behandlung des chronischen Müdigkeitssyndroms. Die meisten Studien über Cannabidiol wurden außerdem an Tieren durchgeführt und es gibt nur eine begrenzte Anzahl von klinischen Studien an Menschen.

Warum Menschen bei chronischem Müdigkeitssyndrom CBD einnehmen

Das chronische Müdigkeitssyndrom (CFS) ist eine komplexe Krankheit, die durch extreme Müdigkeit gekennzeichnet ist, die sich durch Schlafen nicht bessert (auch bekannt als systemische Belastungsintoleranz-Krankheit (SIED) und früher myalgische Enzephalomyelitis (ME/CFS)). Diese Erkrankung geht oft mit dem Gefühl einher, erschöpft zu sein, obwohl man nicht besonders aktiv ist. Hinzu kommen Bewegungsmüdigkeit, nicht erholsamer Schlaf und möglicherweise Demenz.

In vielen Fällen tritt das CFS plötzlich auf und wird oft von einem grippalen Infekt oder einem körperlichen Trauma wie einer Operation oder einem Unfall begleitet(6). In anderen Fällen entwickelt sich das chronische Müdigkeitssyndrom allmählich.

CFS gilt als Langzeiterkrankung, da es länger als sechs Monate anhält(7). Es wird häufig mit Schlafstörungen, Muskelschmerzen und kognitiven Problemen in Verbindung gebracht, die sich bei körperlicher oder geistiger Aktivität verschlimmern können(8).

Es gibt auch Hinweise darauf, dass Entzündungen und oxidativer Stress zum chronischen Erschöpfungssyndrom beitragen.

In einer Studie wurde bei CFS-Patienten eine erhöhte Produktion von proinflammatorischen Zytokinen (Zellen, die Entzündungen fördern) beobachtet(9). Inzwischen deutet zudem eine in der Fachzeitschrift Scientific Reports veröffentlichte Studie darauf hin, dass oxidativer Stress ein möglicher Grund für chronische Müdigkeit(10) sein könnte.

Ärzte können Patienten in diesem Fall wegen des Fehlens zugelassener Medikamente Antidepressiva verschreiben, da das chronische Müdigkeitssyndrom häufig mit Depressionen einhergeht. Auch Kopfschmerzen, die bei CFS häufig auftreten, können mit Medikamenten wie Aspirin und Ibuprofen(12)behandelt werden.

Einige Ärzte empfehlen auch Änderungen des Lebensstils, z. B. die Minimierung körperlicher Anstrengung und die Vermeidung von Auslösern für psychischen Stress. In der Zwischenzeit wird angenommen, dass aerobe körperliche Aktivität dazu beiträgt, das Funktionsniveau wieder zu verbessern(13).

Ein weiterer möglicher Ansatz, der helfen könnte, die Symptome von CFS zu lindern, ist der Konsum von Cannabidiol oder CBD. CBD ist eine chemische Verbindung, die aus einer Cannabissorte namens Hanf gewonnen werden kann.

Cannabidiol wird zahlreiche therapeutische Anwendungen zugeschrieben(14).

Eine Studie, die in der internationalen Fachzeitschrift Antioxidantien untersuchte beispielsweise die primären biologischen Wirkungen von Cannabidiol, insbesondere seine angebliche Fähigkeit, Entzündungen zu hemmen(15). Die Forscher der Studie analysierten mehrere präklinische Versuche mit CBD, sowohl an Menschen als auch an Tiermodellen.

Sie erfuhren dabei, dass Cannabidiol die Entzündungsreaktion im Körper auf verschiedene Art und Weise beruhigen kann, was die damit verbundenen Symptome reduzieren kann. Am Ende der Studie kamen die Forscher zu dem Schluss, dass CBD entzündungshemmende Wirkungen aufweist.

Sie berichteten auch, dass CBD die Fähigkeit haben könnte, oxidativem Stress entgegenzuwirken(16).

Eine in der Zeitschrift Frontiers in Immunology veröffentlichte Studie behauptet weiterhin, dass eine Kombination aus CBD und THC (Tetrahydrocannabinol) in der Lage sei, die Entzündung von Nervengewebe(17) zu unterdrücken. Diese Art der Entzündung soll mit kognitiven Beeinträchtigungen verbunden sein, die in Gehirnbereichen von CFS-Patienten beobachtet wurden(18).

Dieser Zusammenhang könnte bedeuten, dass CBD zur Behandlung von Neuroinflammation bei Menschen mit chronischem Müdigkeitssyndrom beitragen kann.

CBD könnte auch bei der Linderung von Stimmungsproblemen hilfreich sein, die bei einigen CFS-Patienten auftreten.

In einer Studie aus dem Jahr 2012 stellten Forscher fest, dass Cannabidiol ein therapeutisches Potenzial für psychiatrische Störungen wie Depression und Angstzustände(19) bietet. Sie stellten die Hypothese auf, dass CBD seine antidepressive Wirkung entfaltet, wenn es mit bestimmten Rezeptoren im Gehirn interagiert.

Mehrere Studien untersuchten außerdem den Nutzen von CBD als Schlafmittel. Der Zusammenhang zwischen Schlaf und CBD ist jedoch noch unklar(20).

In einer anderen Studie wurde versucht, die Wirksamkeit von CBD im Vergleich zu Nitrazepam zu bewerten, einem hypnotischen Medikament, das zur kurzfristigen Linderung von Angstzuständen und Schlaflosigkeit eingesetzt wird. Die an Schlaflosigkeit leidenden Teilnehmer, die 160 mg CBD erhielten, schliefen Berichten zufolge mehr und besser als diejenigen, die das Hypnotikum erhielten(21).

Darüber hinaus wurde bei den Probanden auch eine deutlich geringere Traumerinnerung festgestellt. Es wird angenommen, dass eine hohe Traumerinnerungsfrequenz (DRF) mit Schlafstörungen(22) einhergeht.

Nach Angaben des Centers for Disease Control and Prevention sind Schmerzen ein häufiges Symptom bei Menschen mit CFS. Zu den häufigsten Arten von Schmerzen gehören dabei Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen ohne Rötung oder Schwellung und Kopfschmerzen(23).

Eine Überprüfung im Jahr 2018 bewertete die Wirksamkeit von CBD bei der Linderung verschiedener Arten von chronischen Schmerzen, einschließlich Krebsschmerzen, neuropathische Schmerzen, und Fibromyalgie. Der Bericht analysierte Studien, die zwischen den Jahren 1975 und 2018 durchgeführt wurden.

Die Autoren des Berichts stellten dabei fest, dass CBD eine signifikante schmerzlindernde Wirkung hat. Sie erwähnten auch, dass diese chemische Verbindung dazu beiträgt, die Wahrnehmung von Schmerzen zu regulieren(24).

Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Cannabidiol Personen zugute kommen kann, die an verschiedenen Arten von Schmerzen leiden, die mit dem chronischen Müdigkeitssyndrom verbunden sind.

Trotz der positiven Aussichten wurden die meisten Forschungsstudien über CBD aber bisher an Tiermodellen durchgeführt.

Weitere klinische Studien am Menschen sind erforderlich, um zu beweisen, dass Cannabidiol bei der Behandlung des chronischen Müdigkeitssyndroms von Nutzen sein kann.

Wie CBD-Öl bei chronischem Müdigkeitssyndrom hilft

Um zu verstehen, wie CBD bei chronischem Müdigkeitssyndrom helfen kann, muss man zunächst in etwa wissen, wie das Endocannabinoid-System (ECS) funktioniert.

Das ECS, ein bei allen Säugetieren vorhandenes System, ist für die Aufrechterhaltung verschiedener Körperfunktionen verantwortlich. Es reguliert z.B. die physiologischen Funktionen des Menschen über verschiedene Rezeptoren(25).

Eine Übersichtsarbeit aus dem Jahr 2018 stellte fest, dass CBD neuroprotektive Eigenschaften gezeigt hat, basierend darauf, wie es direkt mit dem ECS und seinen Rezeptoren interagiert(26). Außerdem wird erwähnt, dass CBD zur Linderung von Depressionen, Angstzuständen und Entzündungen beitragen kann.

Die CB1- und CB2-Strukturen sind die bekanntesten Rezeptoren im Endocannabinoid-System, wobei jeder von ihnen unterschiedliche Aufgaben hat.

Die CB1 Cannabinoidrezeptoren beeinflussen vermutlich das Schmerzempfinden, die Stimmung, den Schlaf, den Appetit, die Gedächtnisleistung und die motorische Regulation(27).

Die Aktivierung der CB1-Rezeptoren wird hingegen mit neuroprotektiven Reaktionen(28) in Verbindung gebracht, die möglicherweise Menschen mit Erkrankungen wie Multipler Sklerose und Alzheimer zugute kommen könnten.

Auf der anderen Seite sind CB2-Rezeptoren hauptsächlich in Zellen im Immunsystem des Körpers vorhanden. Wenn sie aktiviert werden, rufen sie eine Reaktion hervor, die Entzündungen bekämpft und möglicherweise Schmerzen und Schäden an Geweben(29)verringern kann.

Cannabinoide, die vom menschlichen Körper natürlich produziert werden, sind so konzipiert, dass sie mit den CB1- und CB2-Rezeptoren interagieren, um das Gleichgewicht zu erhalten.

Wissenschaftler fanden heraus, dass Phytocannabinoide, die hauptsächlich aus Pflanzen wie Cannabis sativa gewonnen werden, die diese Rezeptoren(30) wirksam stimulieren.

CBD, eines der zahlreichen Phytocannabinoide, ist von besonderem Interesse für Forscher(31) aufgrund seiner potenziellen entzündungshemmenden, schmerzstillenden und angstlösenden Wirkung.

Forscher glauben außerdem, dass CBD auch mit Rezeptoren außerhalb des Endocannabinoid-Systems interagiert, wie z.B. am Serotonin-5-HT1A-Rezeptor(32). Dieser Rezeptor soll Angst und Depression modulieren, wobei ein Ungleichgewicht zu entsprechenden Stimmungsstörungen führt(33).

Serotoninrezeptoren wie 5-HT1A wurden mit den therapeutischen Effekten von CBD(34) in Verbindung gebracht. Diese Verbindung und die Art und Weise, wie CBD mit diesen Rezeptoren interagiert, könnte darauf hindeuten, dass CBD Menschen mit Depressionen, einem häufigen CFS-Symptom, helfen könnte.

Die Vor- und Nachteile von CBD-Öl bei chronischem Müdigkeitssyndrom

Die Vorteile

  • CBD kann Neuroinflammation unterdrücken, eine Art von Entzündung, die das Nervengewebe betrifft. Es wird vermutet, dass diese mit kognitiven Beeinträchtigungen in Verbindung steht, da dieser Zustand im Gehirn von CFS-Patienten beobachtet wurde.
  • Phytocannabinoide wie CBD interagieren mit Rezeptoren im Körper, um ihre möglichen therapeutischen Wirkungen zu erzielen. Einige dieser Wirkungen können Menschen mit Depressionen und Angstzuständen helfen. Diese beiden Erkrankungen werden häufig mit dem chronischen Müdigkeitssyndrom in Verbindung gebracht.
  • CBD kann eine schmerzlindernde Wirkung haben. Diese Eigenschaft könnte für CFS-Patienten von Vorteil sein, zumal ihr Zustand in der Regel von verschiedenen Arten von körperlichen Schmerzen begleitet wird.
  • Der Kauf und Konsum von Cannabidiol ist in den meisten Staaten erlaubt. In Gebieten, in denen CBD-Produkte legal verkauft werden, können sie sogar ohne Rezept erworben werden.
  • CBD verleiht dem Konsumenten keinen euphorischen Rausch im Vergleich zu THC, dem psychoaktiven Gegenstück zu CBD.

Die Nachteile

  • Die meisten Studien über Cannabidiol wurden an Tieren durchgeführt, nur eine begrenzte Anzahl von klinischen Versuchen wurde an Menschen vorgenommen.
  • Es gibt einen allgemeinen Mangel an Daten, um festzustellen, ob CBD bei der Behandlung anderer als der von der FDA zugelassenen Krankheiten nützlich ist oder nicht. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts ist Epidiolex, ein Medikament zur Behandlung von Epilepsie, das einzige von der FDA (35) zugelassene CBD-Produkt.
  • Forscher untersuchten in einer Studie aus dem Jahr 2017 die Sicherheit und Nebenwirkungen von CBD. Sie stellten fest, dass die chemische Verbindung zwar ein günstiges Sicherheitsprofil aufweist, aber mit anderen Medikamenten interagieren und zu unerwünschten Reaktionen(36) führen kann.
  • CBD-Produkte, insbesondere solche, die online verkauft werden, sind außerdem oftmals falsch deklariert. Personen, die CBD online kaufen, riskieren, den Stoff in Konzentrationen zu erhalten, die entweder mehr oder weniger CBD enthalten, als vom Hersteller angegeben(37).

Wie CBD-Öl im Vergleich zu alternativen Behandlungen des chronischen Müdigkeitssyndroms abschneidet

Es gibt mehrere mögliche Behandlungen für das chronische Müdigkeitssyndrom. Dazu gehören unter anderem die Einnahme von sibirischem Ginseng, Magnesium und Nahrungsmitteln, die reich an Omega-3-Fettsäuren sind.

Eine unabhängige Studie aus dem Jahr 2004 untersuchte die Wirksamkeit von sibirischem Ginseng bei Patienten mit chronischer Müdigkeit. Die Forscher der Studie fanden dabei heraus, dass die Müdigkeit der Probanden nach einem Monat(38) erheblich reduziert wurde.

Auch 86 Probanden mit weniger schweren Erkrankungen berichteten über eine signifikante Verringerung der Müdigkeit nach einer zweimonatigen Behandlung mit sibirischem Ginseng.

Außerdem wird angenommen, dass Patienten mit CFS einen niedrigen Magnesiumgehalt in den roten Blutkörperchen haben. Es ist auch bereits bekannt, dass eine Magnesiumbehandlung das Wohlbefinden von CFS-Patienten verbessern kann.

Eine Studie aus dem Jahr 1991 untersuchte die Wirksamkeit von Magnesium, um festzustellen, ob es Menschen mit chronischem Erschöpfungssyndrom(39) helfen kann.

Fünfzehn Personen mit CFS erhielten sechs Wochen lang jede Woche intramuskuläres Magnesiumsulfat. Die Patienten, die mit Magnesium behandelt wurden, gaben an, dass sie ein höheres Energieniveau hatten, weniger Schmerzen verspürten und in einer besseren emotionalen Verfassung waren.

Außerdem sind die Magnesiumwerte der roten Blutkörperchen bei denjenigen, die die Therapie genießen durften, wieder auf normale Werte zurückgegangen(40). Die Ergebnisse dieser klinischen Studie legen nahe, dass Magnesium eine Rolle bei der Linderung des chronischen Müdigkeitssyndroms spielen könnte.

Eine weitere mögliche alternative Behandlung für CFS ist der Verzehr von Lebensmitteln, die reich an Omega-3-Fettsäuren sind, denn es wird vermutet, dass Omega-3 die Produktion von Zellsignalmolekülen reduziert, die für Entzündungen beim chronischen Müdigkeitssyndrom verantwortlich sind(41).

Verschiedene Studien haben auch berichtet, dass Omega-3-Fettsäuren möglicherweise Müdigkeit verringern können. Diese Ergebnisse haben Forscher dazu veranlasst, eine Omega-3-reiche Ernährung als einen gangbaren Weg zu betrachten, um Patienten bei der Bewältigung des chronischen Müdigkeitssyndroms(42) zu helfen.

Inzwischen hat sich gezeigt, dass auch CBD Eigenschaften besitzt, die bei der Behandlung von CFS helfen können.

Eine in der Zeitschrift Current Neuropharmacology veröffentlichte Übersichtsarbeit bewertete die potenzielle Rolle von CBD als energiesteigerndes Mittel. Die Autoren analysierten mehrere Studien mit signifikanten Ergebnissen zu den genannten pharmakologischen Eigenschaften.

Obwohl die Studien an Nagetieren durchgeführt wurden, stellten die Forscher die Hypothese auf, dass CBD einen Teil des Hypothalamus fördert, der ihrer Meinung nach für die Regulation des Müdigkeitsgefühls verantwortlich ist(43). Aufgrund dieser Erkenntnisse kamen sie zu dem Schluss, dass CBD Menschen mit extremer Schläfrigkeit, die ein häufiges Anzeichen für das chronische Müdigkeitssyndrom ist, zugute kommen kann.

Es gibt auch CBD-Produkte in Form von Topicals und Sprays, die Cannabidiol und Magnesium kombinieren. Diese Produkte sollen zur Entspannung der Muskeln beitragen und gleichzeitig Schmerzen und Entzündungen lindern können.

Schließlich gibt es weiterhin CBD-Präparate, die mit Omega-3-Fettsäuren angereichert sind und den Anwendern helfen sollen, Stress abzubauen und eine tiefe, erholsame Ruhe zu finden. Diese Produkte werden in der Regel als Tinkturen, Kapseln und Softgels zur oralen Einnahme verkauft.

Anstatt Fischöle zu verwenden, enthalten einige dieser Nahrungsergänzungsmittel Omega-3 aus Algen. Aufgrund ihrer Nachhaltigkeit(44) besteht ein großes Interesse an Mikroalgen für die industrielle Produktion von Omega-3-Fettsäuren.

Wie man das richtige CBD gegen das chronische Müdigkeitssyndrom auswählt

Hersteller produzieren in den meisten Fällen drei verschiedene Arten von CBD-Öl Produkten für den privaten Konsum. Diese Varianten werden als Vollspektrum-Produkte, Breitspektrum-Produkte und CBD-Isolate bezeichnet.

Die bekannteste dieser drei Sorten ist die Vollspektrumvariante. Diese Art von CBD enthält alle natürlich vorkommenden chemischen Verbindungen der Cannabis sativa-Pflanze.

Vollspektrum-CBD enthält THC, Flavonoide, Terpene und andere Mineralien wie z.B. Fettsäuren. Das ideale CBD-Vollsortimentprodukt ist reich an Cannabidiol mit geringen Mengen der anderen Verbindungen, einschließlich THC.

Die als „Entourage-Effekt“ bezeichnete Synergie der verschiedenen Inhaltsstoffe tritt dabei nur bei der Vollspektrumvariante auf. Es wird angenommen, dass diese Art von Effekt das volle Potenzial der Phytocannabinoide zur Geltung bringt und, dass die Inhaltsstoffe besser zusammen wirken, als isoliert.

Eine im British Journal of Pharmacology veröffentlichte Studie unterstützt die Annahme, dass Cannabinoide miteinander synergieren. Die Ergebnisse dieser Synergie können für die Behandlung verschiedener medizinischer Beschwerden(45)von Vorteil sein.

Breitspektrum-CBD besitzt die gleichen Bestandteile der Cannabispflanze wie Vollspektrum-Produkte, mit Ausnahme von THC. Diese CBD-Variante wird einem komplexen Extraktionsverfahren unterzogen, bei dem Tetrahydrocannabinol explizit aus dem Endprodukt entfernt wird.

THC ist eine psychoaktive Verbindung, die in hohen Konzentrationen in medizinischen Marihuanapflanzen zu finden ist.

Die gebräuchlichste Extraktionstechnik ist das sehr exakte CO2-Verfahren, das als sichere und saubere Methode zur Herstellung organischer, lösungsmittelfreier Extrakte(46) bekannt ist.

Das CBD-Extrakt wird dann einem chemischen Prozess unterzogen, der Chromatographie genannt wird, durch den das THC aus dem Rest der Formulierung entfernt wird.

Mit diesem Verfahren sind die Hersteller in der Lage, THC-freie CBD-Produkte herzustellen, die dennoch alle anderen chemischen Verbindungen enthalten, die in Cannabis vorkommen.

Einige Unternehmen gehen jedoch noch einen Schritt weiter, indem sie alle Chemikalien abtrennen und nur reines CBD vertreiben. Das Endprodukt ist als CBD-Isolat bekannt, das meist in kristalliner oder pulverisierter Form erhältlich ist.

CBD als Isolat ist die reinste Form von Cannabidiol, das aus Industriehanf extrahiert wird. Es ist ideal für Menschen, die ausschließlich CBD konsumieren wollen.

Breitspektrum-CBD wird meist von Anwendern bevorzugt, die von den verschiedenen Cannabinoiden profitieren möchten, aber kein THC konsumieren wollen. Diese Art von CBD kann für Menschen von Vorteil sein, die bei Drogentests nicht positiv auf THC getestet werden wollen.

Vollspektrum-Produkte schließlich sind für alle Nutzer interessant, die von der synergetischen Wirkung der Kombination aller chemischen Cannabisverbindungen profitieren möchten.

Für welche Art von CBD-Produkt man sich auch entscheidet, es ist wichtig, dass die Käufer nur die beste verfügbare Qualität kaufen, um die Vorteile von CBD zu maximieren.

Befolgen Sie auch immer die folgenden Ratschläge, um sicherzustellen, dass Sie nur die sichersten und zuverlässigsten CBD-Produkte bei Ihrer Kaufentscheidung auswählen:

  1. Achten Sie auf das Analysezertifikat (COA) oder den Laborbericht des jeweiligen CBD-Produkts. Dieses Dokument ist besonders wichtig, da es angibt, dass der Artikel gründlich getestet wurde und genau die auf dem Etikett angegebenen Spezifikationen auch wirklich enthält.
  2. Lesen Sie die Produkt- und Shopbewertungen, wenn Sie in einem Online-Geschäft kaufen. Wenn Sie bei einer Apotheke vor Ort kaufen, überprüfen Sie, ob diese eine ordnungsgemäße Genehmigung für den Verkauf von CBD hat.
  3. Kaufen Sie nur biologisches CBD aus Hanf. Die Hanfpflanze ist die zuverlässigste Quelle für hochwertiges Cannabidiol.
  4. Stellen Sie sicher, dass auch alle gesetzlichen Bestimmungen für CBD in dem Staat eingehalten werden, in dem es gekauft und verwendet werden soll.
  5. Ziehen Sie einen Arzt zu Rate, vorzugsweise jemanden, der Erfahrung mit medizinischem Cannabis hat, bevor Sie sich entscheiden, CBD gegen die Symptome von CFS zu verwenden.

Zusätzliche Tipps, um die besten CBD-Öl-Produkte zu bekommen

  • Seien Sie vorsichtig mit CBD-Marken, die behaupten, dass ihr CBD aus den Samen und Stängeln von Hanfpflanzen gewonnen wurde. Cannabidiol ist in Hanfsamen nicht vorhanden, während in Hanfstängeln nur Spuren von CBD zu finden sind.
  • Vermeiden Sie den Kauf von CBD Vape Kartuschen, die Verdünnungsmittel wie Propylenglykol und Polyethylenglykol enthalten, da diese beim Einatmen schädlich sein können.
  • Kaufen Sie keine CBD-Esswaren oder Gummibärchen, die von minderer Qualität sind. Einige Anbieter verkaufen CBD-Snacks, die aus künstlichen und minderwertigen Zutaten bestehen.
  • Zögern Sie nicht, CBD-Marken direkt zu kontaktieren, wenn Sie Fragen oder Bedenken haben. Versuchen Sie es bei einem anderen CBD-Anbieter, wenn Sie vom Kundendienst der jeweiligen Marke keine Antwort erhalten.

CBD-Dosierung bei chronischem Müdigkeitssyndrom

Da die FDA Cannabidiol nicht zur Behandlung des chronischen Müdigkeitssyndroms zugelassen hat, gibt es keine Richtlinien für die richtige Dosierung.

Bekannt ist jedoch, dass es bei der Bestimmung der richtigen Dosis für jede Person mehrere individuelle Faktoren zu berücksichtigen gibt. Das Körpergewicht und die Menge an CBD in jedem Produkt sind dabei die am häufigsten genannten Faktoren.

Autoren einer Studie aus dem Jahr 2016 sagten, sie hätten keine fundierte Erkenntnis, um auf der Grundlage ihrer Studien die richtige Dosierung zu empfehlen. Sie stellten jedoch die Hypothese auf, dass die Einnahme einer niedrigen Dosis von 12 mg bis 25 mg CBD einmal täglich zu einer Linderung der Angstzustände und Schlafstörungen(47) beitragen kann.

Es liegt auf der Hand, dass weitere groß angelegte Studien erforderlich sind, damit Experten eine standardisierte CBD-Dosierung entwickeln können, die allgemein gesehen sicher und wirksam ist.

Obwohl CBD im Allgemeinen als sicher für den menschlichen Verzehr gilt, ist es dennoch möglich, dass bei den Konsumenten Nebenwirkungen auftreten.

Nach einer klinischen Überprüfung von CBD aus dem Jahr 2017 gehören Müdigkeit, Durchfall und Appetitlosigkeit(48) zu den am häufigsten gemeldeten Nebenwirkungen, basierend auf mehreren Studien.

Wie man CBD-Öl bei chronischem Müdigkeitssyndrom einnimmt

Die bequemste und direkteste Art, CBD einzunehmen, sind CBD-Öl-Kapseln und Esswaren. CBD-Produkte in Form von Gummibärchen, Brownies und Tabletten sind beispielsweise ideal für CBD-Anfänger.

Die Einnahme von CBD-Öl in Form von Tinkturen oder Tropfen könnte eine praktische Option für Anwender sein, die eine maximale Dosierungskontrolle und sofortige Ergebnisse wünschen.

CBD-Tinkturen können mit Hilfe eines Tropfers direkt unter die Zunge (sublingual) gegeben werden, damit das Öl in den Blutkreislauf aufgenommen werden kann. Einige Personen bevorzugen diese Art der Anwendung, da sie glauben, dass dies ein sehr effizienter Ansatz für den Konsum von Cannabidiol ist.

Eine 2010 veröffentlichte Studie unterstützt diese Ansicht, indem sie feststellt, dass der maximale Blutspiegel der meisten sublingual angewendeten Substanzen innerhalb von 10 bis 15 Minuten erreicht wird. In der Studie wurde auch erwähnt, dass die sublinguale Anwendung im Allgemeinen viel schneller wirkt als die orale Einnahme der gleichen Substanzen(49).

Wer reinen CBD-Hanfextrakt geschmacklich nicht mag, kann sich stattdessen für CBD-Fruchtgummis entscheiden. Diese Produkte sind in der Regel in vielen Geschmacksrichtungen erhältlich, darunter Ananas, Traube, Wassermelone und Himbeere.

Jedes Gummibonbon hat eine feste Dosierung, was es zu einer guten Möglichkeit macht, CBD zu verabreichen, sogar für Kinder.

Es ist ebenfalls möglich, CBD-Öl mit Speisen und Getränken zu mischen. Beachten Sie jedoch, dass sich Öl und Wasser nicht vermischen.

Forscher haben in einer Studie aus dem Jahr 2018 erwähnt, dass es sehr ratsam ist, CBD nach dem Essen einzunehmen, um eine optimale Aufnahme des Wirkstoffs zu ermöglichen. Die Autoren glauben, dass sich CBD aufgrund seiner hohen Lipophilie (Fettlöslichkeit) leicht im Fettgehalt der Nahrung auflösen kann(50).

Die Kombination mit Milch kann beispielsweise sinnvoll sein, damit sich das CBD-Öl vollständig bindet und auflöst.

Es gibt auch CBD-Topicals, die man bei Massagetherapien zur Entspannung und zur Behandlung von Angstzuständen und Schlafstörungen verwenden kann.

Viele Marken verkaufen derzeit auch CBD-Produkte in Form von Cremes, Balsamen, Lotionen und Salben.

Suchen Sie bei der Suche nach aktuellen CBD-Produkten nach Schlüsselwörtern auf den Etiketten, die darauf hinweisen, dass Nanotechnologie oder Verkapselung von CBD verwendet wurde.

Diese Begriffe bedeuten, dass die CBD-Lösung durch die Hautschichten dringen kann und nicht nur an der Oberfläche bleibt.

Das Verdampfen von CBD (Vaping) ist ebenfalls eine beliebte Methode, CBD zu konsumieren. Das Inhalieren von CBD-Dämpfen ist ein schneller Weg, CBD in den Organismus zu bekommen, da es sofort durch die Lunge in den Blutkreislauf gelangt.

Das Verdampfen ist jedoch nicht für jede Person geeignet, insbesondere nicht für diejenigen, die an Lungenerkrankungen leiden. Einige Inhaltsstoffe, die in CBD Vapes verwendet werden, sind außerdem generell schädlich, wenn sie eingeatmet werden(51).

Daher sollten Menschen, die zum ersten Mal CBD Vaping-Produkte verwenden, mit Vorsicht vorgehen. Am besten ist es, einen mit Cannabisprodukten erfahrenen Arzt zu konsultieren, bevor man CBD ausprobiert.

Kann CBD zu Müdigkeit führen?

Obwohl mehrere Studien darauf hinweisen, dass die Verwendung von Cannabidiol für Menschen mit CFS von Vorteil sein kann, gibt es einige Bedenken, ob der Wirkstoff Müdigkeit verursachen kann oder nicht.

Nach Angaben der Mayo Clinic birgt die Verwendung von CBD aber auch das Risiko von Nebenwirkungen wie Müdigkeit und Erschöpfung(52) mit sich.

Diese Aussage steht im Einklang mit den Ergebnissen einer Studie aus dem Jahr 2017 zur Verwendung von Epidiolex bei 261 Patienten mit schwerer Epilepsie. Nach dreimonatiger Einnahme von CBD berichteten 10 % der Probanden über Müdigkeit und Erschöpfung(53).

Die Autoren der Studie kamen jedoch zu dem Schluss, dass die Nebenwirkungen von CBD im Allgemeinen leicht und selten zu sein scheinen. Ihre Schlussfolgerung basierte auf den verfügbaren Studien, die in dieser Zeit durchgeführt wurden.

Wie wird das chronische Müdigkeitssyndrom diagnostiziert?

Das chronische Müdigkeitssyndrom ist eine schwer zu diagnostizierende Erkrankung, da seine Symptome vielen anderen Erkrankungen ähnlich sind.

Nach einer 2018 veröffentlichten Studie wird bei etwa 1,7 bis 3,38 Millionen Menschen in den Vereinigten Staaten CFS(54) diagnostiziert.

Zurzeit kann kein einziger herkömmlicher medizinischer Test das chronische Müdigkeitssyndrom diagnostizieren. Ärzte stellen die Diagnose erst nach Ausschluss aller anderen Erkrankungen. Die Symptome halten dabei meist mehr als 6 Monate an.

Ein entscheidender Teil der Diagnose des chronischen Müdigkeitssyndroms ist der Ausschluss anderer möglicher Erkrankungen. Einige Krankheiten, die ähnliche Symptome wie CFS aufweisen, sind zum Beispiel:

  • Lyme-Krankheit
  • Mononukleose
  • Multiple Sklerose
  • Hypothyreose
  • Lupus
  • Fibromyalgie
  • Klinische Depression
  • Bipolare Störung
  • Schlafstörungen wie OSA
  • Krebs
  • Starke Fettleibigkeit

Die Nebenwirkungen von übermäßigem Alkoholkonsum und die Einnahme bestimmter Medikamente wie Antihistaminika können ebenfalls ähnliche Symptome verursachen.

Da die Anzeichen des chronischen Erschöpfungssyndroms Ähnlichkeiten mit denen anderer Erkrankungen aufweisen, ist es wichtig, Selbstdiagnosen zu vermeiden. Sprechen Sie mit einem Arzt über möglicherweise vorliegende Symptome. Medizinisches Fachpersonal kann in diesen Fällen häufig Linderung schaffen.

Bewegung gegen das chronische Müdigkeitssyndrom

Patienten mit CFS reagieren unterschiedlich auf körperliche Aktivität. Für einige kann Sport ein Problem darstellen, da sich ihre Symptome bei körperlicher Anstrengung verschlimmern können.

Ob eine Person mit CFS Sport treiben sollte oder nicht, ist wissenschaftlich umstritten.

Obgleich aerobes Training bei bestimmten Krankheiten von Vorteil sein kann, können einige CFS-Patienten aufgrund des Unwohlseins nach Anstrengungen keine regelmäßigen Sportübungen ausführen. Die Betroffenen müssen unter Umständen erst lernen, ihr Leistungsniveau selbst zu bestimmen.

Die Patienten sollten sich außerdem von ihrem Gesundheitsdienstleister oder Physio-/Berufstherapeuten beraten lassen, um ein persönliches Programm zu entwickeln, das auf ihren Zustand und ihre Fähigkeiten zugeschnitten ist.

Menschen mit CFS sollten aber natürlich niemals gezwungen werden, über ihre Grenzen hinauszugehen, da dies langfristig zu einer Verschlechterung führen kann. Es ist stets wichtig, langsam mit einem Aktivitätsplan zu beginnen, da manche Patienten zum Beispiel nur in der Lage sind, ein paar Minuten lang Dehnübungen oder ähnliches zu machen.

Bei anderen Patienten können sich die CFS-Symptome mit der Zeit aber auch verbessern. Eine bessere Kontrolle über den eigenen Körper zu erlangen ist für Menschen mit chronischem Müdigkeitssyndrom ein langsamer und oft anstrengender Prozess.

Welche CBD Marken sind zu empfehlen?

Auch der deutsche CBD Markt ist mit vielen verschiedenen Produkten verschiedener Hersteller überfüllt, sodass man kaum noch weiß, welcher Hersteller wirklich qualitativ hochwertig ist. Schließlich wollen wir durch den Konsum von CBD-Produkten etwas Positives für unsere Gesundheit tun. Deshalb haben wir folgend die besten deutschen Anbieter einmal aufgeführt:

Zusammenfassung

Das chronische Müdigkeitssyndrom, auch bekannt als CFS, ist eine Erkrankung, die durch extreme Müdigkeit gekennzeichnet ist, die auch durch Ruhe oder Schlaf nicht verschwindet. Das CFS kann plötzlich auftreten, wie in den meisten Fällen, es kann sich aber auch schleichend entwickeln. Es kann außerdem erst diagnostiziert werden, nachdem andere Erkrankungen ausgeschlossen wurden.

CFS ist eine langfristige Erkrankung, die oft mit Schlafstörungen, Muskelschmerzen und kognitiven Problemen einhergeht. Da das chronische Müdigkeitssyndrom mit zahlreichen Symptomen einhergeht, gibt es ebenso viele Behandlungsmöglichkeiten, die möglicherweise helfen können.

Einige Menschen empfehlen eine Änderung des Lebensstils und die Vermeidung psychologischer Stressauslöser. Andere bevorzugen aerobe körperliche Aktivität, um das Funktionsniveau des Körpers zu verbessern. Ein Physio- und/oder Ergotherapeut wäre an dieser Stelle sehr hilfreich, um ein individuelles Übungsprogramm zu erstellen.

Studien zeigen, dass CBD aufgrund seiner therapeutischen Wirkung zur Linderung der Symptome von CFS beitragen kann.

Studien zufolge hat Cannabidiol Eigenschaften, die Entzündungen hemmen, Schmerzen lindern, beim Schlafen helfen und die allgemeine Stimmung verbessern können.

Forscher stellen außerdem die Hypothese auf, dass Verbindungen wie CBD ihre potenziellen Gesundheitsvorteile durch Interaktion mit Rezeptoren im Endocannabinoid-System (ECS) zum Ausdruck bringen.

Das ECS ist ein System, das bei allen Säugetieren vorkommt und für die Regulierung wesentlicher Körperfunktionen verantwortlich ist. Die primären Rezeptoren, die vom Endocannabinoid-System genutzt werden, sind die CB1- und CB2-Rezeptoren.

Die CB1-Rezeptoren sollen das Schmerzempfinden, den Schlaf, die Stimmung, den Appetit, die Gedächtnisverarbeitung und die motorische Regulation einer Person beeinflussen können. CB2-Rezeptoren sind dagegen hauptsächlich in Zellen im Immunsystem vorhanden und sollen die immunmodulatorischen Funktionen des ECS ausüben.

Forscher glauben auch, dass Cannabidiol auf Rezeptoren außerhalb des ECS einwirkt. Serotoninrezeptoren wie 5-HT1A wurden in die therapeutischen Wirkungen von CBD einbezogen, insbesondere bei der Regulierung von Angstzuständen und Depression.

Trotz des Potenzials von CBD wurden die meisten Studien zu diesem Cannabinoid an Tieren durchgeführt. Es gibt daher einen deutlichen Mangel an klinischen Studien, die an Menschen durchgeführt wurden, was die Forscher daran hindert, eine genaue Aussage darüber treffen zu können, ob Cannabidiol für CFS-Patienten von Nutzen ist oder nicht.

Wie bei jedem Medikament sollten Personen, die CBD als Behandlung ausprobieren möchten, einen Arzt konsultieren, um Komplikationen zu vermeiden. Am besten lassen Sie sich dabei von einem Arzt beraten, der Erfahrung mit der Verwendung von Cannabis hat.


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  8. Castro-Marrero J. et al. op. cit.
  9. Komaroff AL. op. cit.
  10. Lee JS. et al. op. cit.
  11. Castro-Marrero J. et al. op. cit.
  12. Ibid.
  13. Harvard Health Publishing. op. cit.
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Renate Giese ist 47 Jahre alt und leidenschaftlicher Ernährungsberaterin sowie Expertin im Bereich Gesundheit, Fitness und Medizin. Ihr Spezialgebiet umfasst dabei das bewerten und testen von Nahrungsergänzungsmitteln. Mit großer Sorgfältigkeit veröffentlicht Renate ihre selbsterprobten Erfahrungsberichten, mit welchen sie für eine bessere Aufklärung sorgen möchte.

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